“I’ll miss the sea, but a person needs new experiences. They jar something deep inside, allowing him to grow. Without change something sleeps inside us, and seldom awakens. The sleeper must awaken.”
Duke Leto Atreides, Der Wüstenplanet.

Die Welt ist kleiner geworden.

Es gehört wohl zum Erwachsenenleben dazu. Du lernst die Welt kennen. Sie wird immer kleiner. Du entdeckst neue Orte und lernst neue Menschen kennen. Und wie Welt hört nicht auf zu schrumpfen. Neue Eindrücke beflügeln dich immer wieder. Die Lust dich zu bewegen packt dich und schickt dich vor die Haustüre. Du bewegst dich und eroberst die Welt Schritt für Schritt.

Ich habe ein wenig gebraucht, um aus meinen Dorf rauszukommen. Meine Schule war nicht weit von meinem Elternhaus entfernt. Den Wehrdienst habe ich in der Nähe gemacht. Selbst meine Uni war nicht sonderlich weit weg. Danach ging es richtig los. Ich streckte meine Fühler aus. Braunschweig wurde für ein paar Jahre meine Heimat. Dort blieb ich aber nicht allzu lange und ich zog um nach Ludwigsburg in Baden-Württemberg. Das waren knapp 550 Kilometer. Mittlerweile arbeite und wohne ich in Berlin, in Würzburg und dazwischen. Ich bin ein digitaler Nomade.

Was sind digitale Nomaden?

Vor ein paar Monaten war ich auf der DNX Berlin, der Digitale-Nomaden-Konferenz. Ich bin immer noch sehr begeistert. Ich lauschte gespannt den ganzen Vorträgen über alternative Lebens- und Arbeitsweisen. Ich nahm an kleinen Workshops teil und ließ mich coachen. Und ich praktizierte auf irgendeiner Dachterrasse unter der Anleitung von Thomas Zielinski Yoga.

Digitale Nomaden sind in spezielles Volk. Sie streben yogisch nach Befreiung. Und einigen gelingt das auch sehr gut. Sie arbeiten ohne Ausnahme nur mit digitalen Technologien. Sie arbeiten wo sie wollen. Sei es nun in einem Co-Working-Space in Berlin Prenzlauer Berg, einer Studentenkneipe in Würzburg oder irgendwo in einem Zug.

ICE-Time ist Quality-Time.

“Thank you for traveling with Deutsche Bahn.” Über diesen Spruch hast du bestimmt schon genauso oft gelacht wie ich. Mittlerweile finde ich ihn sehr toll. Obwohl ich grad gar nicht weiß, ob diese Worte immer noch benutzt werden. Sie fühlen sich aber ein wenig nach Heimat an.

Der ICE ist für mich ein weiteres Büro geworden. Hast du schon einmal festgestellt, wie gut es sich manchmal im Zug arbeiten lässt? Einen Beruf mit Notebook vorausgesetzt ist es manchmal recht egal, wo man arbeitet. Ich will ehrlich sein. Bei unserem heutigen Grad der Vernetzung sollte es sogar egal sein. Ich bin Idealist. Und mit dem manchmal schlechten WLAN im ICE kriegt man oft genug eine gehörige Dosis Internet-Detox. Und das fördert die Kreativität und Produktivität.

Kurzum: Ich finde es sehr inspirierend unterwegs zu sein. Ich brauche das manchmal.

Was kannst du tun?

Probier es einfach mal aus. Keine Sorge, die Bahncard 100 musst du erstmal nicht kaufen. Geh los und besorg dir ein Ticket von A nach B. Schau mal, dass zwischen den beiden Orten etwa drei Stunden Reisezeit sind. Nimm dir ein wenig Arbeit mit. Achte aber darauf, dass es nicht zu viel ist. Steige in den Zug und schau einfach mal was passiert. Tipp: Wenn du mit dem ICE reist, dann gönn dir gerne eine Sitzplatzreservierung.

Kennst du auch dieses angenehm antreibende Gefühl, dass dich nach draußen zieht? Suchst du vielleicht nach Wegen, dich im großen Da-Draußen zu entfalten? Unterhalte dich gerne mit mir darüber.

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