Namaste! Die Weihnachtsfeiertage liegen hinter uns und wir sind heidnisch-traditionell mitten in den Rauhnächten. Ich genieße meine freie Zeit in Bayern und mache das, was ich am besten kann: Mich ganz besonderen Themen zu widmen. Heute geht es um die Yoni-Eier.

Wieso schreibt ein Mann über dieses sehr weibliche Thema? Diese Frage stellst du dir bestimmt gerade. Wer meine Blog-Einträge verfolgt hat, weiß, dass ich absolut keine Berührungsängste mit solchen Themen habe. Gerade letztens habe ich meine Meinung zur natürlichen Verhütung kundgetan. Ich befasse mich gerne mit Frauenthemen, die “nichts für Männer sind”. Gerade weil das Gegenteil der Fall ist. Und weil es einfach Spaß macht!

Was sind eigentlich Yoni-Eier?

Wer sich so wie ich in der Yoga- und Tantra-Community bewegt, kommt um die putzigen Edelsteine nicht herum. Yoni-Eier. Das sind sehr glatt geschliffene Dinger, mit denen Frauen ihre innerste Weiblichkeit erforschen können. Bei mir ist es schon eine Weile her, dass ich über den Begriff “Jade-Ei” gestolpert bin. Und heute schreibe ich mal drüber. Fangen wir aber erstmal beim Namen an.

Yoni-Eier kommen in verschiedenen Materialien und Größen.

Yoni ist sanskrit für “Ursprung” oder “heiliger Ort”. Ich finde, dass ist eine sehr tolle Bezeichnung für die anatomische Weiblichkeit. Was denkst du? Wer ab und zu mal die Ohren spitzt weiß, dass es für das Wundervolle im Weiblichen Schoß so viele unschöne Namen gibt. Yoni ist eben ein tantrischer Begriff für die Weiblichkeit. Der passende männliche Begriff im Tantra ist Lingam. Beides Symbole für die göttliche, schöpferische, sexuelle Ur-Energie. Shakti. Kundalini.

Mit dem Yoni-Ei üben. Mehr als nur Beckenbodentraining.

Von der Anwendung her sind Yoni-Eier sehr einfach. In der alten Tradition sucht sich das Yoni-Ei die Frau aus. Das ist gar nicht so kompliziert und am Ende hat die Frau das passende Material in der passenden Größe. Sie macht es sich dann gemütlich und platziert den Edelstein in der Yoni. Das Ei kann dort verweilen. Ein paar Minuten, ein paar Stunden. Das hat mit dem Erfahrungsgrad der Trägerin zu tun. Hier kommt es wie immer drauf an, dass Frau sich wohl fühlt. Muskelübungen sind natürlich auch möglich beziehungsweise sogar sehr der Sache zuträglich.

Den magischen Beckenboden kennst du auf jeden Fall aus dem Yoga. Mula Bandha zieht man in jeder Yoga-Klasse. Das ist auf der einen Seite eine einfache Muskelübung. Auf der anderen Seite jedoch ist das eine energetische Übung. Ein so genannter Verschluss. Und am Ende des Tages ist das ein Grund, warum Yoginis uns Yogis in Liebesdingen ein wenig “anders” sind. Im positiven Sinne.

Die Yoni-Ei-Praxis ist auch verwandt zu den Kegel-Übungen. Es gibt aber einen großen Unterschied: Kegelübungen haben einzig die Absicht, die Muskulatur zu stärken. Yoni-Eier dienen jedoch der Lockerung der Muskulatur. Eine Stärkung ist nur eine Nebensache. Denn aus der Entspannung erwächst viel Freude. Die Weiblichkeit kann sich wunderbar entfalten.

Mit den Edelsteinen kann man körperlich und energetisch üben. Wie gesagt sprechen sie zum einen die Muskeln im Inneren der Frau an. Und zum anderen bewegen sie die feinstofflichen Energien. Und was sind die Effekte davon? Hier eine kleine Liste:

  • Tiefere Verbindung mit der Weiblichkeit,
  • Bewegung und Reinigung der Energien,
  • Lösen von Blockaden und Ausleitung negativer Energien,
  • Stärkung der Muskulatur,
  • höhere Sensibilität,
  • gesteigerte Libido,
  • Überwindung sexueller Traumata,
  • Erfreuen des Mannes :P,
  • und vieles mehr.

Im Schoße wohnt die Kraft.

Du kennst bestimmt die Begriffe Prana im Hinduismus oder Chi im modernen Tao. Vom Geiste her sind beide identisch. Damit ist die universelle Lebenskraft gemeint. Der feinstoffliche Atem. Aus der Chakrenlehre wissen wir: Gesundheit ist, wenn die Energien frei fließen. Und wir wissen auch, dass die Energien gerne mal klemmen.

Yoni-Eier verbinden mit der Weiblichkeit.

Das ist mit der Yoni nicht anders. Die weibliche Körpermitte ist sehr sensibel und die Yoni-Trägerinnen neigen leider dazu, den Kontakt zu verlieren. Hier gibt es einige Faktoren, die negativ einwirken. Ich will nur ein paar nennen. Eine reine, weibliche Selbstwahrnehmung ist durch das von den Medien verbreitete Idealbild der Frau sehr gefährdet. Wer zu oft mit Supermodels aus der Photoshop-Fabrik konfrontiert wird, hat es schwer, sich selbst zu lieben. Leider haben zu viele Männer viel zu wenig Ahnung und gehen zu sportlich mit dem Sex um. Und ich will nicht verschweigen, dass es immer wieder zu traumatischen Übergriffen kommt.

Das und noch viel mehr sorgt dafür, dass ich die Yoni zurückzieht und einfach desensibilisiert. Aber da kann man was machen.

Yoni-Eier sind kein Sexspielzeug.

An dieser Stelle muss ich es sagen. Wer sich ein Yoni-Ei nur zur sexuellen Leistungssteigerung zulegen will, hat die Idee dahinter nicht verstanden. Yoni-Eier verbinden Frauen mehr mit ihrer Weiblichkeit, sensibilisieren den weiblichen Tempel und leiten negative Ideen aus. Das hat keine Leistungssteigerung zur Folge, sondern eine Steigerung der sexuellen Tiefe. Die Erfahrungen in der Liebe werden intensiver. Egal ob alleine oder zu zweit. Eine sensible und entspannte Yoni hat durchaus einen positiven Effekt auf die Vereinigung.

Yoni-Eier auch für Männer?

Nachdem ich so viel über die Weiblichkeit geschrieben habe ist eine Frage erlaubt: Was ist mit den Männern?

Ich muss direkt enttäuschen. Männer können eher nicht mit Yoni-Eiern praktizieren. Die Anatomie… Es gibt da zwar diese Prostata-Geschichten. Das ist wahr. Ich denke aber, dass ein Edelstein dafür eher ungeeignet ist.

Und jetzt widerspreche ich mir selbst und sage: Auch Männer können mit dem Yoni-Ei praktizieren. Und zwar in dem sie an der Yoni-Ei-Praxis ihrer Partnerin teilhaben. Eine Frau zu unterstützen, die ihre Göttlichkeit erweckt und erforscht, ist für einen Mann eine wunderbare Praxis.

Einen ganzen Blumenstrauß voller Yoni-Eier…

Alleine die Google-Suche nach “Yoni-Ei” liefert abertausende an Suchergebnissen. Es gibt mit jedem Tag mehr Leute, die sich auskennen und ihr Wissen teilen. Blogs, Artikel, Bücher. Es nimmt kein Ende. Und das ist gut so. Das Thema ist spannend. Das Thema ist relevant.

Wenn du neugierig auf mehr bist, schau dich ruhig um. Es gibt viel zu lernen. Schneie zum Beispiel doch mal bei Violeta von Yoni Egg Rocks rein. Da lernst du noch viel mehr. So wie ich. An dieser Stelle danke ich Violeta für die vielen schönen Bilder, die ich hier benutzen durfte!

Und ich danke dir fürs Lesen!